Das Leben
Lebenslauf
Selbstbild
Wahrheit/Glaube
und sonst...
 

Das Leben ist hart...

... aber es geht vorbei!

Leben ist etwas Komisches - keiner weiß, woher es kommt und keiner weiß, was mit unserer Seele passiert wenn die den uns gegebenen Sinnen zugängliche irdische Existenz endet, weil unseren Körpern nach und nach die Ersatzteile zur stetigen Reparatur verschlissener oder beschädigter Zellen ausgehen. Auch wenn einige geschäftstüchtige Kenner der menschlichen Einfältigkeit das Gegenteil behaupten und schon vor geraumer Zeit das wahrscheinlich erfolgreichste und gewinnträchtigste Produkt entwickelten, das die Geschichte der Menschheit je gesehen hat: Religion.



Ich neige dazu, das menschliche Nichtwissen über die wahren Hintergründe irdischen Lebens zu akzeptieren. Seien wir das zufällige oder gar zwangsläufige Produkt irgendwelcher physikalischer Prozesse, die wir allerhöxtens ansatzweise zu verstehen in der Lage sind, seien wir Abbilder irgendeines eitlen Gottes oder Spielzeuge, die er für seine Bälger erschuf oder seien wir einfach nur Teil eines großen Experimentes Außerirdischer - es würde eh nix ändern, wenn ich den Sinn des Lebens kennen würde. Aber wie sagte einst mein Freund Eloy López Grandal: "Dass das Leben keine Sinn hat heißt nicht, dass es deswegen auch gleich schlecht sei."

Gedanken:

Ausgleich (Eugen Roth)
So mancher hat sich wohl die Welt
Bedeutend besser vorgestellt -
Getrost! Gewiß hat sich auch oft
Die Welt viel mehr von ihm erhofft!

Trost (Eugen Roth)
Ein Mensch, entschlußlos und verträumt,
hat wiederholt sein Glück versäumt.
Doch ist der Trost ihm einzuräumen
Man kann sein Unglück auch versäumen.

Stufen
(Hermann Hesse)
Wie jede Blüte welkt
und jede Jugend dem Alter weicht,
blüht jede Lebensstufe,
blüht jede Weisheit auch und jede Tugend
zu ihrer Zeit und darf nicht ewig dauern.
Es muss das Herz bei jedem Lebensrufe
bereit zum Abschied sein und Neubeginne,
um sich in Tapferkeit und ohne Trauern
in and're, neue Bindungen zu geben.
Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,
der uns beschützt und der uns hilft zu leben.
Wir sollen heiter Raum um Raum durchschreiten,
an keinem wie an einer Heimat hängen,
der Weltgeist will nicht fesseln uns und engen,
er will uns Stuf' um Stufe heben, weiten!
Kaum sind wir heimisch einem Lebenskreise
und traulich eingewohnt,
so droht Erschlaffen!
Nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise,
mag lähmender Gewohnheit sich entraffen.
Es wird vielleicht auch noch die Todesstunde
uns neuen Räumen jung entgegen senden:
des Lebens Ruf an uns wird niemals enden.
Wohlan denn, Herz, nimm Abschied und gesunde!

Schelte / Besserwissereien oder
Begeisterungsbekundungen, Ergänzungsanregungen:

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